Home Again
Die Edelweiss Blechkiste Airbus A330 hat uns in 9 Std 23 Min von Denver nach Zürich gebracht. Die Reise hat ihr Ende gefunden; die Erde und der Alltag haben uns wieder. Kurz vor dem Abgeben des weissen Fords am Denver Airport sind wir wieder in die langen Beinkleider gestiegen: nach 5 Wochen in kurzen Hosen ungewohnte Enge entlang der Beine…
Wir sind insgesamt rund 4900 Km gefahren und haben die gelassene US-amerikanische Fahrweise wieder ausgiebig genossen – Ruedi, der dies zum ersten Mal erlebte, hat dies schnell positiv wahrgenommen: niemand hupt, keiner drängelt, Verkehr läuft geschmeidig und ruhig, selbstverständlich eben. Aber: rund um die grossen Städte, auf den 8-10 spurigen Autobahnen, da muss man den Kopf beisammen haben und reaktionsschnell sein, da geht alles im fast-forward. Das ruhige Fahren werde ich in der CH vermissen – die Ungeduld auf den Strassen ist hierzulande sehr gross. Von Deutschland reden wir lieber nicht…
Grad vernehme ich, dass jetzt in der CH das Rechtsvorbeifahren erlaubt sei – endlich!😀 In den USA gilt schon lange: keep your lane.

Geschaukelt sind wir also durch allergattig Landschaften, zuerst mit dem Motorhome und dann mit dem Ford SUV. Dazu kommen die beiden Bahnfahrten und etwa 25 Stunden per pedes in Wanderschuhen. Gewandert in Wüste und in Engadin-like Wäldern. Praktisch immer sonnig mit weissen Wolken, oft heiss tagsüber.
Alles gut gelaufen, auch zwischen den Brüdern – was sicher eine Leistung ist, wenn man bedenkt, dass wir immer selben Raum genächtigt haben; entweder im Wohnmobil oder in den Motels/Hotels.
Thanks for listening.
Peter & Ruedi
2 Gedanken zu „Home Again“
Lieber Peter, Lieber Ruedi
Ich habe die Reise mit Interesse verfolgt und die Beitraege genossen.
Errinnerungen wurden dabei aufgeweckt. Im Mai 1972 waren Judy und ich unterwegs von Kalifornien nach Chicago mit all unserem Hab und Gut in einem U-Haul Trailer hinter dem Auto, unser VW Camper Nummer 1. Wir campierten in einem bewaldeten Campground in der Naehe von Rapid City. Gegen Ende des Tages waren wir dabei, Huhn auf dem BBQ zu kochen, als es ploetzlich so stark anfieng zu regnen, dass wir diese Uebung abbrechen mussten. Dann regnete es ununterbrochen und in Stroemen durch die Nacht. Als wir am Morgen weiterfahren wollten, waren einige Strassen gesperrt wegen einer grossen Katastophe. Ein Damm oberhalb von Rapid City war gebrochen und ueberschwemmte einen Teil der Stadt sowie einen Campground. Der Campground war der den wir eigentlich benuetzen wollten, aber nicht hineinkamen, weil er voll war. So wir ich errinnere, kamen etwa 200 Personen ums Leben. Wir waren froh, dass wir in einem anderen, hoeher gelegenen Campground waren.
So geht das Schicksal – diesmal wieder zu unseren Gunsten. Man muss einfach Glueck haben.
Liebe Gruesse
Urs
Ja, das Glück auf Reisen! Aber noch nie wie heuer erlebte ich deine/eure Berichte als Ausdruck einer rasanten Vergänglichkeit – vielleicht das (mein) Alter? Vielleicht auch wegen hervorgerufener Nostalgie (Telluride)? Wie auch immer, schön, dass ihr wohlbehalten nach eurer interessanten Reise retour seid.